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Präsentation

Das seit 1951 im Kreis der Festivals vertretende Berlin, zählt mit Cannes und Venedig zu den größten Filmfestivals Europas. Im Gegensatz zu den meisten europäischen Filmfestivals, die Hollywoods Großproduktionen beklagen (Cannes kommt uns in den Sinn), nimmt Berlin Hollywood auf, aber wahrt gleichzeitig den internationalen Geist. Im letzten Jahr ging der Höchstpreis, der Goldene Bär, an Magnolia von Paul Thomas Anderson, während der Silberne Bär an Zhang Yimou für The Road Home überreicht wurde. Diese beiden Gewinner-Filme liefen neben Studioproduktionen wie American Psycho, The Beach und Der talentierte Mr. Ripley.

Während des zweiwöchigen Festivals verwandelt sich der Potsdamer Platz in eine Brutstätte für Kino-Aktivitäten. Neben dem alljährlich stattfindenden Wettbewerb präsentiert Berlin unter anderem das Forum, das Panorama, Retrospektiven, ein Kinderfilmfest und einen Bereich für neue deutsche Filme. In diesem Jahr wird es zusätzliche Umgestaltungen geben, da Festival-Direktor Moritz de Handeln zum letzten Male den Vorsitz führt. In Cannes 2000 ist verkündet worden, dass der Leiter des größten deutschen Filmfestivals seinen Platz abtreten wird (auch heute noch gibt es noch keine genauen offiziellen Erklärungen zu seinen Gründen, so dass eine Reihe von Spekulationen kursieren). Der Vize-Präsident der Europäischen Filmakademie Dieter Kosslick, 52, wird nach der Belinale 2001 seinen Posten als neuer Leiter übernehmen.

Berlin Film Festival

Wettbewerb

Die Preisverleihung des Goldenen Bärens wird von der neu zusammengestelleten internationalen Jury übernommen, die in diesem Jahr von dem ehemahligen Vorstandsvorsitzenden und Firmenmanager der 20th Century Fox Filmed Entertainment William M. Mechanic angeführt wird. Der 50-jährige Mechanic befindet sich mitten im Aufbau einer neuen Filmgesellschaft, die fünf bis sechs Filme im Jahr finanzieren, produzieren, vermarkten und vertreiben wird. In seiner Amtszeit produzierte oder koproduzierte das Studio eine ganze Fülle von Filmhits, unter anderem William Shakespeares Romeo & Julia, Titanic, X-Men, Independence Day, Verrückt nach Mary, Braveheart, Ganz oder gar nicht, Der schmale Grat, Mut zur Wahrheit, Schatten der Wahrheit und Boys Don't Cry. Neben seiner aktiven Tätigkeit in der Filmindustrie gehört Mechanic auch dem Verwaltungsrat der Filmabteilung der USC Film School (University of Southern California) an, wo er momentan drei Abschlussarbeiten von Filmstudenten betreut.

Magnolia

Hommage

Auf den 51. Internationalen Filmfestspielen Berlin wird mit Kirk Douglas einer der erfolgreichsten und populärsten Hollywood-Stars im Mittelpunkt der Hommage stehen. Auf Einladung des Festivaldirektors Moritz de Hadeln kommt der amerikanische Schauspieler, Produzent, Regisseur und Autor nach Berlin und wird am 16. Februar 2001 mit einem Goldenen Bären für sein Lebenswerk ausgezeichnet. Die Hommage an Kirk Douglas wird eine Auswahl seiner Filme präsentieren, darunter als festliche Galaveranstaltung am 16.02.01 im Berlinale-Palast am Potsdamer Platz Stanley Kubricks Paths of Glory (Wege zum Ruhm, 1957). Es ist das 12. Mal in der 51-jährigen Festivalgeschichte, dass ein Künstler diese Auszeichnung erhält. Träger der letzten Jahre waren beispielsweise Sir Alec Guinness, Dustin Hoffman, Gregory Peck (1993), Spohia Loren (1994) und Jeanne Moreau (2000).
"Kirk Douglas", so Moritz de Hadeln, "hat in vielen seiner Filme der Tradition des 'pionierhaften, uramerikanischen Individualismus' sein unverwechselbares Gesicht geliehen. Seine Figuren zeichnet ein unbändiger Wille zur Unabhängigkeit aus: sie sind zäh und kantig, manchmal unbequem. Das war Kirk Douglas auch, als er den Drehbuchautor Dalton Trumbo, der auf McCarthys 'Schwarzer Liste' stand, für Spartacus verpflichtete und auf dessen Namensnennung im Vorspann bestand. Mit Kirk Douglas wird eine Persönlichkeit des Films ausgezeichnet, die sich - jenseits der filmischen Arbeit - in höchstem Maße gesellschaftlich engagiert und den demokratischen Idealen Amerikas verpflichtet".

The Road Home

Kirk Douglas

Retrospektive

Die diesjährige Retrospektive wird Regisseur Fritz Lang gewidmet. Sein Klassiker Metropolis mit Heinrich George, Alfred Abel, Gustav Fröhlich und Brigitte Helm wird begleitet von neuer Musik, komponiert von Bernd Schultheis und gespielt von dem Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin unter der Leitung von Frank Strobel. ARTE/ZDF beteiligte sich an dem Ereignis als Mitveranstalter und als Auftraggeber."Mit diesem Highlight setzt die Retrospektive einen hochkarätigen filmhistorischen Akzent im Programm der 51.Berlinale", bemerkte Festivaldirektor Moritz de Hadeln, "und ehrt einen Regisseur, dessen Erfolgsgeschichte hier in Berlin begann." Lang ist 1890 in Wien geboren und starb 1076 in Los Angeles. Er wird als ein großer deutscher sowie amerikanischer Direktor angesehen.
Nachdem er mehr als 15 Filme produziert hat, verliess er Deutschland im Jahre 1934 und ermigrierte über Frankreich in die USA. Seine amerikanischen Filme waren gekennzeichnet durch einen "anti-utopischen Fatalismus" und handelten von Nationalsozialismus und Krieg. Nach dem zweiten Weltkrieg versuchte er ein Comeback in Deutschland. Die Retrospektive der Berlinale 2001, organisiert von dem Berliner Filmmuseum- Deutschlands Filmarchiv, wird alle Filme von Fritz Lang zeigen, viele von ihnen sind wiederhergestellt oder verbessert worden. Das Berliner Filmmuseum bereitet eine Ausstellung im Zusammenhang mit der Retrospektive im Febraur vor. Wie die Retrospektive selbst auch, wird die Ausstellung weiterwandern nach Wien, Los Angeles und Paris. Die dritte Anerkennung in diesem Jahr geht an Stanley Kubick. Die letzte Nacht am 8.Februar schliesst mit dem Film A Space Odyssey von Stanley Kubrick (1968) mit Keir Dullea, Gary Lockwood und William Sylvestor

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