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Das
seit 1951 im Kreis der Festivals vertretende Berlin, zählt mit Cannes
und Venedig zu den größten Filmfestivals Europas. Im Gegensatz zu
den meisten europäischen Filmfestivals, die Hollywood-Großproduktionen
beklagen (Cannes kommt uns in den Sinn), nimmt Berlin Hollywood
zwar auf, wahrt aber zugleich den internationalen Geist der Festspiele.
Im letzten Jahr ging der Höchstpreis, der Goldene Bär, an Magnolia
von Paul Thomas Anderson, während der Silberne Bär an Zhang Yimou
für The
Road Home
überreicht wurde. Diese beiden Gewinner-Filme liefen neben Studioproduktionen
wie American
Psycho, The
Beach und Der
Talentierte Mr. Ripley.

Moritz
de Hadeln : Stolz und Leidenschaft
Er
stammt ab von dem auf die Renaissance spezialisierten Kunsthistoriker
Detlev Freiherr von Hadeln. Er hat sowohl als freiberuflicher Fotograf
als auch mit Ernest Artaria und Yves Allégret zusammengearbeitet
und mehrere Dokumentarfilme gedreht (Le Pelé und Ombres et Mirages).
Aber in den letzen 22 Jahren war Moritz de Hadeln Leiter der Berliner
Filmfestspiele, eine Position die er von dem verstorbenen Gründer
Alfred Bauer übernommen hatte. Wenn man glaubt, Festspieldirektor
sei eine renommierte Position nach der man streben sollte, wird
man von Moritz de Hadeln eines anderen belehrt. "Man
wird nicht Festivalleiter aus eigener Wahl," offenbart er. "Es geschieht
per Unfall." In den frühen 80ern gelang es Moritz de Handeln,
ungeachtet der fortschreitenden Situation des "Kalten Krieges" im
geteilten Berlin, Ost und West während der Filmfestspiele zusammenzubringen.
Als die Berliner Mauer fiel und Deutschlands Einheit wieder hergestellt
war, ergriff de Hadeln schnell die Gelegenheit die Festspiele zu
einem der renommiertesten Treffpunkte der neu geborenen deutschen
Hauptstadt zu machen. Er entwickelte ausserdem den European Film
Market (das Festival verfügt über die zweitgrößte Market-Infrastruktur
nach Cannes) und verstärkte das Band mit der internationalen Gemeinschaft
der Filmindustrie. Der European Film Market bietet eine an die Internationalen
Filmfestspiele Berlin angeschlossene Infrastruktur, die während
des Festivals für die Filmwirtschaft nicht nur die Logistik, sondern
auch ein günstiges Arbeitsklima für Verkaufsverhandlungen schafft.
Seine Stellung als führende Spitze der Internationalen Filmfestspiele
in Berlin hat die Filmfestspiel weit vorangebracht. Als große Figur
der Kultur und des Humanismus hat er eine brilliante Karriere als
Direktor der Filmfestspiele dargelegt. Seinem jahrzehntelangen persönlichen
und leidenschaftlichen Engagement ist es zu verdanken, daß sich
die Berlinale zu einem der renommiertesten Fimfestivals entwickelt
hat. Im Mai 2001 wird Moritz de Hadeln aus noch unbekannten Gründen
seinen Posten abtreten.
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| Berlin
eröffnet mit Enemy |
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Jaen-Jacques
Annaud's Enemy
at the Gates wird mit seiner Welterstausstrahlung am 7.
Febraur 2001 die Berliner Filmfestspiele eröffnen. Mit der Wahl
dieses Filmes, der ausschließlich in Deutschland, und zum größten
Teil in den Babelsberger Studios gedreht wurde, will Deutschland
als Zentrum für Film und Mediaproduktionen auf sich aufmerksam machen.
Festival-Leiter Moritz de Handeln erklärte: "Obwohl wir wissen,
dass alle gegen den Krieg sind, können wir die grausamen Ereignisse
der Vergangenheit nicht ignorieren. Mit diesem Film hat Direktor
Jean-Jacques Annaud auf brillante Weise Licht auf ein Kapitel der
deutschen Vergangenheit geworfen. Von den lautesten Scenen bis hin
zu dem kleinsten Detail, hat er und sein Team von deutschen Technikern
erfolgreich gezeigt, dass Deutschland und Europa in der Lage sind
solche Großprojekte erfolgswirksam zu realisieren und demnach auch
der weitverbreiteten Meinung widersprochen, dass Amerika ein Monopol
für diese Produktionsarten besitzt". Diese internationale Koproduktion
ist auf breiter Ebene von Deutschland finanziert worden. Jean-Jacques
Annaud (Der Name der Rose), der den César-Award mehrere Male
gewonnen hat, überträgt das Drehbuch von Alain Godard (Der Name
der Rose) auf die Leinwand, eine spannende Erzählung über die
Belagerung Stalingrads. Während der legendären Schlacht bei Stalingrad
im Jahre 1942 kämpft ein russischer Heckenschütze gegen einen deutschen
Scharfschützen um sein Leben. In der Hauptrollenbesetzung: Jude
Law, Ed Harris, Joseph Fiennes und Rachel Weisz. In den Nebenrollen:
Bob Hoskins (Mona Lisa) spielt Nikita Khrushtchev und Matthias
Habich (Jenseits der Stille) stellt General Paulus dar.
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| Berlin
gibt das Wettbewerbsprogramm bekannt |
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Mit
16 Weltpremieren steht das Wettbewerbsprogramm der 51. Internationalen
Filmfestspiele Berlin nun fest. 24 Spielfilme und 11 Kurzfilme werden
ins Rennen um die begehrten Goldenen und Silbernen Bären gehen,
die von einer neunköpfigen Jury unter dem Vorsitz des Amerikaners
Bill Mechanic vergeben werden. Asien ist mit 5 und Amerika mit 4
Filmen vertreten, wobei Amerika noch 2 Filme ausserhalb des Wettbewerbs
präsentiert, und ausserdem noch eine große Anzahl europäischer Filme:
Frankreich (3), Italien (2), Deutschland (2), England und Irland
(4), und jeweils einer aus Dänemark, Polen, Spanien, Argentinien
und Algerien.
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