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Lebenswerk-Auszeichnung für Kirk Douglas
Während der 51.Internationalen Filmfestspiele in Berlin wird Schauspieler, Regisseur und Autor Kirk Douglas wird mit einem Goldenen Bären für sein Lebenswerk ausgezeichnet. Die Feierlichkeiten finden am 16.Februar 2001 im Berlinale-Palast am Potsdamer Platz statt.

Pofil

K Douglas at press conference"Kirk Douglas hat in vielen seiner Filme der Tradition des 'pionierhaften, uramerikanischen Individualismus' sein unverwechselbares Gesicht geliehen. . Mit Kirk Douglas wird eine Persönlichkeit des Films ausgezeichnet, die sich - jenseits der filmischen Arbeit - in höchstem Maße gesellschaftlich engagiert und den demokratischen Idealen Amerikas verpflichtet."

Douglas hat eine ganze Bandbreite von Rollen gespielt: Abenteurer, Cowboy, Offizier, Polizist und sogar Gangster. "Er spielte den römischen Sklaven Spartacus, den Vikinger Einar und Homers Odysseus. Seine Helden waren unbestechlich und egozentrisch, seine Schurken erbarmungslos und leidenschaftlich, Männer ohne Skrupel, hartgesotten und erbarmungslos, gefährliche und idealistische Typen, die couragiert - ohne je aufzugeben oder nachzulassen - für das Recht auf individuelle Freiheit kämpfen," fügte de Hadeln hinzu. Seit seinem Karrierebeginn mit Lewis Milestones The Strange Love of Martha Ivers (Die seltsame Liebe der Martha Ivers) mit Barbara Stanwyck im Jahre 1946, hat Douglas in über 80 Filmen mitgespielt.

Kirk DouglasEr hat mit legendären Regisseuren wie Jacques Tourneur, Joseph L. Mankiewicz, Billy Wilder, William Wyler, Howard Hawks, Stanley Kubrick, Otto Preminger, Elia Kazan und Brian de Palma. Er st ein sehr hingebungsvoller Schauspieler, der sich sehr intensiv auf seine Rollen vorbereitet. Für seinen ersten Kassenschlager Champion (1949), eine Stanley Kramer-Produktion unter der Regie von Mark Robson, trainierte Douglas solange, bis er wie ein Profi boxen konnte; für den Jazzfilm Young Man with a Horn (Der Mann ihrer Träume, 1950) von Michael Curtiz nahm Douglas Trompetenunterricht und bevor er seinen ersten Western drehte - Along the Great Divide (Den Hals in der Schlinge, 1951) von Raoul Walsh -, lernte er reiten und schießen, eine Investition in die Zukunft, immerhin war Kirk Douglas neben John Wayne und Robert Mitchum einer der gefragtesten Hollywood-Cowboys der 50er, 60erund 70er Jahre.

Kirk Douglas dreimal für den Academy Award nominiert worden: für seine Darstellung des rücksichtslosen und brutalen Boxers Midge Kelly in Champion, für sein eindringliches Porträt des Malers van Gogh in Vincent Minnellis Lust for Life (Vincent van Gogh - Ein Leben in Leidenschaft) und für die Gestaltung eines ehrgeizigen, erfolgsbesessenen Produzenten in The Bad and the Beautiful (Die Stadt der Illusionen, 1952) von Vincente Minnelli. 1996 verlieh ihm die Academy den "Oscar" in Anerkennung und Würdigung seines außerordentlichen filmischen Oeuvres und seiner menschlichen Integrität.

Als Teil der Hommage an Kirk Douglas werden die Internationalen Filmfestspiele in Berlin eine Auswahl seiner Filme präsentieren, darunter als festliche Galaveranstaltung am 16.02.01 im Berlinale-Palast Stanley Kubricks Paths of Glory (Wege zum Ruhm, 1957). Es ist Douglas zu verdanken, dass der Film produziert werden konnte, weil er sich für den damals noch unbekannten Kubrick vehement einsetzte. Das Filmmuseum Berlin - Deutsche Kinemathek, produziert die Retrospektive über Kirk Douglas. Im Berliner Jovis Verlag erscheint eine reich mit Bildern ausgestattete Monografie, die in Essays und einer umfassenden Filmografie Leben und Karriere dieses brillianten amerikanischen Filmstars nachzeichnet.

Es ist das 12. Mal in der 51-jährigen Festivalgeschichte, dass ein Künstler diese hohe Auszeichnung erhält. Träger der letzten Jahre waren James Stewart (1982), Sir Alec Guinness (1988), Dustin Hoffman (1989), Gregory Peck (1993), Sophia Loren (1994), Alain Delon (1995), Jack Lemmon (1996), Kim Novak (1997), Catherine Deneuve (1998), Shirley MacLaine (1999) and Jeanne Moreau (2000).

 

Paths of Glory
Fritz Lang Retrospektive

Fritz Lang & Peter LorreDie Retrospektive der Berlinale 2001 zeigt alle erhaltenen Filme von Fritz Lang, die meisten von ihnen in neu gezogenen Kopien, restauriert und/oder rekonstruiert. Den Internationalen Filmfestspielen Berlin und dem Filmmuseum Berlin ist es erneut gelungen, internationale Archive für einen gemeinsamen Auftritt auf der Berlinale zu gewinnen. In der Vorbereitungszeit für die Retrospektive, konnten bislang unbekannte Materialien gefunden werden, darunter die Originalnegative zu zahlreichen deutschen Filmen von Fritz Lang.

Eine der Hauptattraktionen der Retrospektive wird die Uraufführung der neuen Rekonstruktion des Klassikers "Metropolis" im Berlinale-Palast sein. Diese neue Version wurde von der Murnau-Stiftung und dem Bundesarchiv initiiert.
ARTE/ZDF beteiligt sich an dem Ereignis: sie sind Mitveranstalter und Auftraggeber einer neuen Musik zum Film, komponiert von Bernd Schultheis, der schon als weltbekannter Komponist von Stummfilmen und auch elektronischer Musik hervorgetreten ist. Das Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin unter der Leitung von Frank Strobel wird die Aufführung musikalisch begleiten.

Eine der Hauptattraktionen der Retrospektive wird die Uraufführung der neuen Rekonstruktion des Klassikers "Metropolis" im Berlinale-Palast sein. Diese neue Version wurde von der Murnau-Stiftung und dem Bundesarchiv initiiert.
ARTE/ZDF beteiligt sich an dem Ereignis: sie sind Mitveranstalter und Auftraggeber einer neuen Musik zum Film, komponiert von Bernd Schultheis, der schon als weltbekannter Komponist von Stummfilmen und auch elektronischer Musik hervorgetreten ist. Das Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin unter der Leitung von Frank Strobel wird die Aufführung musikalisch begleiten.

Fritz Lang, 1890 in Wien geboren, 1976 in Los Angeles gestorben, war mehr als nur ein großer deutscher und amerikanischer Regisseur. Er war ein Mann, der sich und sein Leben selbst inszeniert hat, der Legenden um seine Person beförderte und der privat unsichtbar bleiben wollte, um desto nachdrücklicher sein eigenes öffentliches (Wunsch-) Bild zu lancieren. Während der Weimarer Republik erzielte Fritz Lang seine ersten großen Erfolge mit seismographischen Reaktionen auf politische und gesellschaftliche Veränderungen. 1933 verließ er das nationalsozialistische Deutschland und emigrierte 1934 über Frankreich in die USA. Viele seiner amerikanischen Filme entstanden aus politischer Inspiration und drehen sich um Verstrickung und Schuld. Sie sind geprägt von "utopiefeindlichem Fatalismus" und handeln von der Gegenwart von Nationalsozialismus und Krieg. Nach dem Zweiten Weltkrieg versuchte Fritz Lang ein Comeback in Deutschland.

Metropolis

Metropolis

Dank glücklicher Umstände sind in den letzten beiden Jahren zahlreiche verschollen geglaubte Dokumente in seinem Besitznachlass entdeckt worden. Diese werden jetzt zum ersten Mal erschlossen und analysiert, so dass ein neues Licht auf sein Leben und seine Arbeit geworfen wird. Nun steht eine Neubewertung dieser außergewöhnlichen Persönlichkeit an, die einen solch großen Beitrag zur Filmgeschichte geleistet hat. Das Filmmuseum Berlin bereitet eine Fritz Lang-Ausstellung vor, die zur Retrospektive im Februar zu sehen sein wird. Wie die Retrospektive selbst auch, wird die Ausstellung danach nach Wien, Los Angeles und Paris weiterwandern.

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